Klimaprojekte unterstützen

Der Claim verschwindet.
Ihr Grund zu handeln bleibt.

Ein Klimabeitrag muss kein Produktversprechen sein. Er kann zeigen, was Ihr Unternehmen über die eigene Wertschöpfungskette hinaus möglich machen möchte.

Eine Gruppe geht gemeinsam durch den dicht bewachsenen Naturwald von PROJECT TOGO.
PROJECT TOGO · Naturwald in Togo

Was bleibt

Die Frage ist nicht, was Sie noch sagen dürfen.

Die stärkere Frage ist: Warum möchten Sie dieses Projekt unterstützen?

Eine Frau füllt an einer Wasserstelle in PROJECT TOGO eine große Schale mit sauberem Wasser.
Wasserzugang · PROJECT TOGO

Die Arbeit vor Ort geht weiter

Ein Gesetz verändert die Kommunikation. Nicht den Bedarf.

Wälder müssen geschützt und entwickelt werden. Menschen brauchen Zugang zu Wasser, Bildung und verlässlichen Einkommensmöglichkeiten. Erneuerbare Energien, effizientere Technologien und widerstandsfähige Ökosysteme brauchen Finanzierung.

Diese Aufgaben verlieren nicht an Bedeutung, weil ein Werbeversprechen verschwindet. Was sich ändert, ist die Einordnung: Ein Unternehmen unterstützt ein Projekt nicht, um einem Produkt einen neutralen Klimastatus zu geben. Es unterstützt ein Projekt, weil es dort etwas Konkretes ermöglichen will.

Ein Unternehmen braucht keinen Neutralitätsclaim, um einen guten Grund zu haben.
Wald & Biodiversität Wasser & Gesundheit Bildung & Wertschöpfung

Zwei Aufgaben

Zwei Aufgaben.
Kein Entweder-oder.

01

Im Unternehmen reduzieren

CCF und PCF machen Emissionen innerhalb definierter Systemgrenzen sichtbar. Daraus entstehen Ziele, Prioritäten und Maßnahmen für die eigene Reduktionsarbeit.

Zur CO₂-Bilanzierung
02

Darüber hinaus unterstützen

Mit einem freiwilligen Klimabeitrag unterstützt ein Unternehmen ausgewählte Projekte außerhalb der eigenen Wertschöpfungskette. Der Beitrag wird getrennt von der CO₂-Bilanz dokumentiert.

Die beiden Wege ansehen

Die Projektunterstützung ersetzt keine Reduktion.
Reduktion macht sie nicht überflüssig.

EmpCo und Klimakommunikation

Nicht die Unterstützung.
Sondern ihre Einordnung.

Ab dem 27. September 2026 sind im B2C-Kontext produktbezogene Aussagen unzulässig, die auf der Kompensation von Treibhausgasemissionen beruhen und einem Produkt eine neutrale, verringerte oder positive Klimawirkung zuschreiben.

Der Grund: Eine Emissionsminderung außerhalb der Wertschöpfungskette verändert weder die Herstellung eines Produkts noch seinen Product Carbon Footprint. Unternehmen dürfen aber weiterhin konkret über Investitionen in Umweltinitiativen – darunter auch Projekte für Emissionsgutschriften – informieren.

Nicht mehr

Ein externes Projekt zur Produkteigenschaft machen.

  • „Unser Produkt ist klimaneutral durch Kompensation.“
  • „Die Emissionen dieses Produkts wurden ausgeglichen.“
  • „Der Klimabeitrag reduziert den PCF.“

Weiter möglich

Konkret sagen, was die Unterstützung ermöglicht.

  • Projekt, Maßnahme und Region nennen
  • Zeitraum und Beitrag dokumentieren
  • verfügbare Nachweise zugänglich machen

Ein neuer Blick auf Projektunterstützung

Nicht jedes Engagement braucht ein CO₂-Zertifikat.

Im klassischen Kompensationsmodell stand die Tonne CO₂e im Mittelpunkt: Zertifizierte Emissionsminderungen wurden erworben und den eigenen Emissionen rechnerisch gegenübergestellt. Daraus entstand häufig die Aussage „klimaneutral“.

Wenn keine Kompensation oder Neutralität behauptet wird, kann die Unterstützung einer anderen Logik folgen. Dann muss nicht zwingend eine handelbare CO₂e-Einheit im Mittelpunkt stehen. Ein Unternehmen kann stattdessen eine konkret beschriebene ökologische oder soziale Maßnahme direkt finanzieren.

Entscheidend ist nicht das Etikett. Entscheidend ist, was Sie ermöglichen – und was Sie belegen können.

Mit Zertifikaten oder direkt

Zwei Wege. Ein gemeinsamer Anspruch: nachvollziehbar bleiben.

Weg 1

Zertifikatsbasierte Projektunterstützung

Das Unternehmen unterstützt ein Klimaschutzprojekt, für das verifizierte Emissionsminderungseinheiten verfügbar sind.

  • Projekt, Region und Standard
  • Projektnummer und Jahrgang
  • Art und Menge der Einheiten
  • Registereintrag und Stilllegung

Die Einheiten werden nicht vom CCF oder PCF abgezogen und begründen keinen neutralen Klimastatus.

Zertifizierte Projekte ansehen
Studierende diskutieren gemeinsam während einer Bildungsveranstaltung in Togo.
Weg 2

Direkte Projektunterstützung

Das Unternehmen finanziert eine konkret beschriebene ökologische, soziale oder kombinierte Maßnahme. Dafür müssen keine CO₂-Zertifikate erworben oder stillgelegt werden.

  • Projekt und konkrete Maßnahme
  • Region und Zeitraum
  • Höhe und Zweck der Unterstützung
  • Berichte, Bilder und weitere Nachweise

Eine bestimmte CO₂e-Minderung wird ohne eigene belastbare Methodik nicht ausgewiesen.

PROJECT TOGO kennenlernen

Projektportfolio

Alle Projekte.
Zwei klar getrennte Wege.

Zertifikatsbasierte Unterstützung

Projekt, Standard, Region und dokumentierte Stilllegung.

Die Unterstützung bleibt getrennt von CCF, PCF und Produkten.Dokumentation ansehen →

Der Beitrag

Die Höhe folgt dem Vorhaben. Nicht einem Neutralitätsversprechen.

Ein freiwilliger Klimabeitrag muss nicht zwingend aus einem CCF oder PCF abgeleitet werden. Möglich sind ein festes jährliches Budget, eine mehrjährige Projektpartnerschaft oder die Finanzierung einer konkreten Maßnahme.

Auch eine separat ermittelte CO₂e-Größe kann als rechnerische Orientierung dienen. Sie bleibt eine reine Bemessungsgröße. Aus ihr folgt nicht, dass eine entsprechende Emissionsmenge reduziert, kompensiert oder einem Produkt zugeordnet wird.

Der Footprint bleibt der Footprint.
Der Klimabeitrag beschreibt Unterstützung.

Nachvollziehbar statt neutral

Sagen, was Sie tun. Und zeigen, worauf es beruht.

Der Corporate Engagement Record hält die wesentlichen Angaben fest. Über eine Tracking- beziehungsweise Netzwerk-ID werden die Informationen digital zugänglich.

  • unterstütztes Projekt und Art der Unterstützung
  • Region, Zeitraum und Dokumentationsdatum
  • Projektstandard und Einheiten oder direkte Maßnahme
  • klare Trennung von Produkt, CCF und PCF

Die Dokumentation ist keine Zertifizierung, keine Auszeichnung und keine Aussage über die Umweltqualität eines Produkts oder Unternehmens.

Häufige Fragen

Kurz erklärt.

Mehr Hintergrundwissen
Dürfen Unternehmen weiterhin Klimaprojekte unterstützen?

Ja. Die EmpCo verbietet nicht die Projektunterstützung. Sie untersagt im B2C-Kontext bestimmte produktbezogene Aussagen, wenn diese auf Kompensation beruhen und eine veränderte Klimawirkung des Produkts vermitteln.

Muss ein unterstütztes Projekt zertifiziert sein?

Nein. Zertifikate sind sinnvoll, wenn verifizierte CO₂e-Einheiten dokumentiert werden sollen. Bei direkter Unterstützung können stattdessen Maßnahme, Zeitraum, Mittelverwendung und verfügbare Nachweise im Mittelpunkt stehen.

Verändert ein Klimabeitrag den CCF oder PCF?

Nein. Die Projektunterstützung erfolgt außerhalb der Bilanz und wird weder abgezogen noch gegengerechnet. Der ausgewiesene Footprint bleibt unverändert.

Wie kann ein Unternehmen darüber sprechen?

Am besten konkret: Welches Projekt wird unterstützt? Welche Maßnahme wird finanziert? Wo, wann und in welcher Höhe? Welche Nachweise sind verfügbar? Neutralitäts-, Ausgleichs- und produktbezogene Reduktionsaussagen sollten vermieden werden.

Der nächste Schritt

Was möchten Sie möglich machen?

Wir klären mit Ihnen, welches Projekt zu Ihrem Unternehmen passt, welche Form der Unterstützung sinnvoll ist und wie Ihr Engagement nachvollziehbar dokumentiert werden kann.

Digitaler Nachweis

Beispiel: Sammeltracking

Vergrößerte Gesamtübersicht für freiwilliges Projekt-Engagement.

Die Beispielansicht dokumentiert freiwilliges Projekt-Engagement und trennt es ausdrücklich von bilanzierten Emissionen.