Im Unternehmen reduzieren
CCF und PCF machen Emissionen innerhalb definierter Systemgrenzen sichtbar. Daraus entstehen Ziele, Prioritäten und Maßnahmen für die eigene Reduktionsarbeit.
Zur CO₂-BilanzierungKlimaprojekte unterstützen
Ein Klimabeitrag muss kein Produktversprechen sein. Er kann zeigen, was Ihr Unternehmen über die eigene Wertschöpfungskette hinaus möglich machen möchte.
Was bleibt
Die stärkere Frage ist: Warum möchten Sie dieses Projekt unterstützen?
Die Arbeit vor Ort geht weiter
Wälder müssen geschützt und entwickelt werden. Menschen brauchen Zugang zu Wasser, Bildung und verlässlichen Einkommensmöglichkeiten. Erneuerbare Energien, effizientere Technologien und widerstandsfähige Ökosysteme brauchen Finanzierung.
Diese Aufgaben verlieren nicht an Bedeutung, weil ein Werbeversprechen verschwindet. Was sich ändert, ist die Einordnung: Ein Unternehmen unterstützt ein Projekt nicht, um einem Produkt einen neutralen Klimastatus zu geben. Es unterstützt ein Projekt, weil es dort etwas Konkretes ermöglichen will.
Ein Unternehmen braucht keinen Neutralitätsclaim, um einen guten Grund zu haben.
Zwei Aufgaben
CCF und PCF machen Emissionen innerhalb definierter Systemgrenzen sichtbar. Daraus entstehen Ziele, Prioritäten und Maßnahmen für die eigene Reduktionsarbeit.
Zur CO₂-BilanzierungMit einem freiwilligen Klimabeitrag unterstützt ein Unternehmen ausgewählte Projekte außerhalb der eigenen Wertschöpfungskette. Der Beitrag wird getrennt von der CO₂-Bilanz dokumentiert.
Die beiden Wege ansehenDie Projektunterstützung ersetzt keine Reduktion.
Reduktion macht sie nicht überflüssig.
EmpCo und Klimakommunikation
Ab dem 27. September 2026 sind im B2C-Kontext produktbezogene Aussagen unzulässig, die auf der Kompensation von Treibhausgasemissionen beruhen und einem Produkt eine neutrale, verringerte oder positive Klimawirkung zuschreiben.
Der Grund: Eine Emissionsminderung außerhalb der Wertschöpfungskette verändert weder die Herstellung eines Produkts noch seinen Product Carbon Footprint. Unternehmen dürfen aber weiterhin konkret über Investitionen in Umweltinitiativen – darunter auch Projekte für Emissionsgutschriften – informieren.
Nicht mehr
Weiter möglich
Die Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine rechtliche Prüfung der konkreten Kommunikation.
Richtlinie (EU) 2024/825Ein neuer Blick auf Projektunterstützung
Im klassischen Kompensationsmodell stand die Tonne CO₂e im Mittelpunkt: Zertifizierte Emissionsminderungen wurden erworben und den eigenen Emissionen rechnerisch gegenübergestellt. Daraus entstand häufig die Aussage „klimaneutral“.
Wenn keine Kompensation oder Neutralität behauptet wird, kann die Unterstützung einer anderen Logik folgen. Dann muss nicht zwingend eine handelbare CO₂e-Einheit im Mittelpunkt stehen. Ein Unternehmen kann stattdessen eine konkret beschriebene ökologische oder soziale Maßnahme direkt finanzieren.
Entscheidend ist nicht das Etikett. Entscheidend ist, was Sie ermöglichen – und was Sie belegen können.
Mit Zertifikaten oder direkt
Das Unternehmen unterstützt ein Klimaschutzprojekt, für das verifizierte Emissionsminderungseinheiten verfügbar sind.
Die Einheiten werden nicht vom CCF oder PCF abgezogen und begründen keinen neutralen Klimastatus.
Zertifizierte Projekte ansehen
Das Unternehmen finanziert eine konkret beschriebene ökologische, soziale oder kombinierte Maßnahme. Dafür müssen keine CO₂-Zertifikate erworben oder stillgelegt werden.
Eine bestimmte CO₂e-Minderung wird ohne eigene belastbare Methodik nicht ausgewiesen.
PROJECT TOGO kennenlernenProjektportfolio
Zertifikatsbasierte Unterstützung
Projekt, Standard, Region und dokumentierte Stilllegung.
Direkte Projektunterstützung
Konkrete Maßnahme, Ort, Zeitraum und Nachweise.
Der Beitrag
Ein freiwilliger Klimabeitrag muss nicht zwingend aus einem CCF oder PCF abgeleitet werden. Möglich sind ein festes jährliches Budget, eine mehrjährige Projektpartnerschaft oder die Finanzierung einer konkreten Maßnahme.
Auch eine separat ermittelte CO₂e-Größe kann als rechnerische Orientierung dienen. Sie bleibt eine reine Bemessungsgröße. Aus ihr folgt nicht, dass eine entsprechende Emissionsmenge reduziert, kompensiert oder einem Produkt zugeordnet wird.
Der Footprint bleibt der Footprint.
Der Klimabeitrag beschreibt Unterstützung.
Nachvollziehbar statt neutral
Der Corporate Engagement Record hält die wesentlichen Angaben fest. Über eine Tracking- beziehungsweise Netzwerk-ID werden die Informationen digital zugänglich.
Die Dokumentation ist keine Zertifizierung, keine Auszeichnung und keine Aussage über die Umweltqualität eines Produkts oder Unternehmens.
Weitergehen
Ja. Die EmpCo verbietet nicht die Projektunterstützung. Sie untersagt im B2C-Kontext bestimmte produktbezogene Aussagen, wenn diese auf Kompensation beruhen und eine veränderte Klimawirkung des Produkts vermitteln.
Nein. Zertifikate sind sinnvoll, wenn verifizierte CO₂e-Einheiten dokumentiert werden sollen. Bei direkter Unterstützung können stattdessen Maßnahme, Zeitraum, Mittelverwendung und verfügbare Nachweise im Mittelpunkt stehen.
Nein. Die Projektunterstützung erfolgt außerhalb der Bilanz und wird weder abgezogen noch gegengerechnet. Der ausgewiesene Footprint bleibt unverändert.
Am besten konkret: Welches Projekt wird unterstützt? Welche Maßnahme wird finanziert? Wo, wann und in welcher Höhe? Welche Nachweise sind verfügbar? Neutralitäts-, Ausgleichs- und produktbezogene Reduktionsaussagen sollten vermieden werden.
Der nächste Schritt
Wir klären mit Ihnen, welches Projekt zu Ihrem Unternehmen passt, welche Form der Unterstützung sinnvoll ist und wie Ihr Engagement nachvollziehbar dokumentiert werden kann.